Mittwoch, 08.02.2012
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THEMA: B25 Mitchell
#22
B25 Mitchell vor 1 Jahr, 11 Monaten  
1. Teil

Nachdem meine erste B25 Mitchell von Marutaka u.a. wegen zuviel Gewicht das zeitliche gesegnet hatte, stand für mich dennoch fest: Die beiden Graupner NSU Wankelmotoren finden irgendwann wieder ein zu Hause in einem neuen 2-motorigem Modell.
Nach langem suchen und auch einem Tip von Frank fand ich eine schön anzusehende North American B25 Mitchell in Silber mit 1,80m Spannweite für gerade mal 290 Euro bei Ebay.
Der Inhalt des riesigen Paketes war sehr umfangreich und auf den ersten Blick von der Qualität her recht ordentlich.



Rumpf und alle Flächen sind in Holzbauweise hergestellt und fertig bebügelt.
Die Folie ist zwar sehr wellig aber nichts was man mit dem Fön nicht richten könnte.
Ein schön gearbeiteter Dekorbogen rundet den optischen Gesamteindruck des Modells ab.
Ein Blick in das innere des Rumpfes zeugt von guter Qualität, lässt aber auch schon ein Problem erahnen…



Die Motorgondeln und Motorhauben sind komplett aus GFK und passend in silber und rot lackiert.
Die Cockpitabdeckung, Machinengewehrtürme und Seitenfenster sind aus Transparent-gelbem Plastik und bis auf die Randbearbeitung fertig zum Einbau.
Als Flächensteckung liegt ein Alurohr bei und zur Fixierung ein paar CFK Rohre.
Die enthaltenen Tanks sind mit 240 ccm natürlich viel zu klein und wurden durch 450er ersetzt.





Mit denen sollten dann Flugzeiten um die 6 Minuten zu ereichen sein.
Mehr ist leider nicht drin da die Wankels den Sprit mit einem Riesenhunger verdampfen.





Das ARF Modell hat mit sämtlichem gelieferten Zubehör ein Rohbaugewicht von ca 3kg.
Nach meiner Schätzung sollte das Gesamtgewicht mit Technik und vollgetankt bei etwa 5 kg liegen, was für die Wankels sicher zu schaffen ist.

Nun zum Bau, für den ich mir dieses mal nicht soviel Zeit lasse - versprochen !!!

Beim ersten anpassen des Höhenleitwerkes gab es die erste böse Überraschung.
Der Rumpf ist wie schon befürchtet im hinteren drittel mächtig verzogen und musste mit Hilfe von Wasser und ein paar Schraubzwingen über Nacht gerichtet werden.



Ca 50% der Abweichung konnte auf diese Weise beseitigt werden. Den Rest erledigt eine kleine Leiste auf der Auflagekante des Rumpfes. Damit es oben auch nicht zu eng wird habe ich die Unterseite des Überstandes mit dem Dremel bearbeitet, was damit sogar noch besser aussieht als vorher.



Zwei Löcher im Höhenleitwerk sind zur Befestigung der Seitenruderflossen gedacht und schon ab Werk mit Einschlagmuttern versehen. Zusätzlich wurde alles mit UHU-Endfest verklebt.



An den Außenseiten des Höhenleitwerkes sind die Servos für die Seitenruder untergebracht. Leider zielen die doch sehr ölhaltigen Abgase der Wankel genau in diese Richtung, weshalb ich Abdeckungen angefertigt habe die das Öl davon abhalten soll in die Holzkonstruktion einzudringen.



Sämtliche Ruder sind mit den altbewährten Gewebescharnieren ausgerüstet und halten am besten mit Sekundenkleber. Die mitgelieferten Ruderhörner sind mir viel zu klobig und es sieht auch nicht gut aus wenn oben auf den Rudern die Schrauben und Abdeckungen zu sehen sind. Deswegen kommen die geliebten Miniruderhörner von Graupner zum Einsatz, die schon in vielen Modellen ihre Tauglichkeit unter Beweis gestellt haben.



Fortsetzung folgt…
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Torsten (Admin)
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Letzte Änderung: 04.03.2010 20:56 von Torsten.
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#23
Aw: B25 Mitchell vor 1 Jahr, 11 Monaten  
Sieht ja recht ordentlich aus.Bin ja mal gespannt wies fliegt.Hast Du keine Angst, dass Dein Versuch mit dem Rumziehen des Rumpfes mit Wasser wieder nachgibt?Habe solche Versuche auch hinter mir.Mal gings gut und manchmal wars umsonst.Da muß ich ja nun langsam meine Kleine Mustang fertig machen, damit der Himmel silbern blinkt in Kaupen.
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Frank.R (Benutzer)
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#24
Aw: B25 Mitchell vor 1 Jahr, 11 Monaten  
Ja, das mit dem richten ging tatsächlich nicht besonders gut. Nach 2-3 Tagen hab ich deswegen noch mal gemessen und dann doch zusätzlich die Leiste dazwischen kleben müssen.
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Torsten (Admin)
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#25
Aw: B25 Mitchell vor 1 Jahr, 11 Monaten  
2.Teil

Der Einbau der Wankelmotoren und der Technik in die Motorgondeln nimmt wohl die meiste Bauzeit in Anspruch, da hierbei auf viele Dinge geachtet werden muss.
Die mitgelieferten Motorträger sind eigentlich für Elektromotoren gedacht und welch glücklicher Zufall, die Maße der Teile passen haargenau um darauf die Wankelmotoren zu montieren.



Das 2mm Blech ist zwar nicht gerade sehr stabil aber da ich mich schon von der extremen Laufruhe der Wankels überzeugen konnte habe ich keine Bedenken das sich da etwas verbiegen könnte.
Vom Hersteller sind keine Angaben bezüglich Seitenzug und Motorsturz gemacht worden so dass ich zum Teil auf die Angaben der Marutaka B25 zurückgegriffen habe und es mit ca 2° Seitenzug 0° Motorsturz probieren werde.



Natürlich muss bei der Montage des Motors auch auf die Zentrierung der Motorhaube geachtet werden. Der relativ große Ausschnitt passt hier optisch prima und gibt einen interessanten Durchblick auf die Wankels frei. Da die Treiblinge im Betrieb eine beträchtliche Abwärme produzieren ist damit aber auch für die wichtige Kühlung gesorgt.



Um den ölhaltigen Abgasstahl von der Tragfläche fernzuhalten habe ich vor, einen ca 40 cm langen Silikonschlauch am Auspuff zu befestigen und bis hinter die Fläche zu führen.
Da ich befürchte, dass dies zu einem Leistungsverlust der Motoren führt, bleibt es erst mal bei der Außenmontage. Wenn sich der Schlauch bewährt, wandert er später mal unsichtbar in das innere der Motorgondel.



Für die Tanks habe ich ein großes Loch in den Motorspant gesägt, wodurch ich auch später ganz gut an die Spritschläuche und Kabel herankomme um sie zu kontrollieren und ggf. auszuwechseln.
Das Wirrwarr der Schläuche begründet sich in 4 zum Betrieb nötigen Anschlüssen für: Tankpendel, Be- bzw. Endtankung, Belüftung des Tank´s und der Kurbelgehäuseentlüftung. Außerdem kommt noch eine Glühanlage Glowstar von Simprop zum Einsatz. Die Anlenkung des Vergasers gestaltete sich erstaunlich einfach und erfolg direkt über ein geradliniges Gestänge bis zum Servo in der Gondel.




To be continued …
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Torsten (Admin)
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Letzte Änderung: 04.03.2010 21:03 von Torsten.
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#26
Aw: B25 Mitchell vor 1 Jahr, 10 Monaten  
Letzter Teil!

Das wichtigste an einem RC-Modell ist natürlich die Technik. Das Gewicht der Elektrik ist dann doch etwas größer ausgefallen als gedacht. Allein die erforderlichen Kabel zur Versorgung der Servos bringen ca. 200g auf die Waage. Auf dem Bild ist hier nur der Kabelstrang vom Empfänger bis zum Anschluss für die Flächen zu sehen.



Dazu kommen noch die Kabel zu den hinteren 4 Servos und die Leitungen in den Flächen selbst. Die Verwendung der Glühanlage verlangt ebenfalls größere Kabelquerschnitte und bei den insgesamt 11 Servos ist auch mit einer entsprechenden Stromaufnahme zu rechen. Deswegen kommt bei mir erstmals ein 2S 4000er Lipo mit einem 10A Spannungsregler von Orion zum Einsatz der sowohl den Empfänger als auch die Glühanlage mit Strom versorgt.



Der Spannungsregler kann mittels Jumper von 5,2 bis 7,0 Volt eingestellt werden. Da ich schon mehrfach 5-Zellige NiCd als Empfängerversorgung genutzt habe wurde eine Spannung von 6Volt eingestellt, mit der seit neustem auch die Simprob Glühanlagen klar kommen.



Zur Sicherheit verwende ich noch einen Optischen und Akustischen Lipochecker der direkt am Balanceranschluss hängt und bei unterschreiten einer kritischen Spannung durch rote LED´s und später auch mittels Warntönen zum Landen auffordern soll.



Wie zu sehen verwende ich einen Graupner C19 Empfänger der voll belegt ist. Die beiden Landeklappenservos und die zwei Seitenruderservos musste ich also jeweils gemeinsam auf einen Kanal stecken. Die Einbaulage der Servos in den Flächen ist aber schon dafür vorgesehen womit auch das lästige umdrehen der Servos entfällt. Jetzt wo die Funkanlage komplett ist kann ich auch die Servogestänge ablängen und montieren. Das ging recht fix weil ja alle erforderlichen Teile schon im Bausatz enthalten sind.



Als eine der letzten Arbeiten hab ich noch alle Ritzen mit Silikon abgedichtet. Das hält den Schmutz ab, geht im Notfall aber auch wieder abzulösen.



Nachdem nun auch noch der Dekorbogen ausgeschnitten und aufgeklebt ist hab ich erst mal alles zusammengebaut und einen gründlichen Check aller Systeme gemacht sowie das Teil noch mal auf die Waage gestellt.
Voll getankt sind es dann doch ca. 5,4 kg geworden. Man darf also auch diesmal auf die Flug- oder besser auf die Startleistung gespannt sein !
Ein paar Kleinigkeiten sind zwar noch zu erledigen aber eigentlich kann das Modell als Flugfertig angesehen werden. Der Erstflug wird also voraussichtlich beim anfliegen stattfinden.
Zu guter letzt noch ein paar Bilder vom fertigen Modell und ich hoffe mal, dass sich auch andere Fliegerfreunde beim basteln über die Schulter sehen lassen und ihre Erfahrungen an dieser Stelle mit anderen Teilen…

Grüße aus Gablenz
Torsten







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Letzte Änderung: 21.03.2010 17:29 von Torsten.
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#47
Aw: B25 Mitchell vor 1 Jahr, 8 Monaten  
Hier nun das Video vom Erstflug der B-25 beim Anfliegen am 18.04.2010 !

[/video]

Am Tag zuvor wurden erst mal die Motoren eingestellt und die Drehzahl halbwegs gleichmäßig aufeinander abgestimmt.
Die APC 10x4 Luftschrauben erwiesen sich als beste Wahl und die Wankels ereichen nun eine Drehzahl von ca 14000 U/min und einen ausreichenden Standschub.
Das Modell war nach wenigen Metern sicher in der Luft und bewegte sich mit ziemlich zügiger Geschwindigkeit vorwärts.
Schwerpunkt sowie Trimmung und Ausschläge passten auf Anhieb.
Beim nächsten Flug teste ich dann noch die Langsamflugeigenschaften und werde mal schauen wie sich das Modell in Extremsituationen verhält.
Abschließend kann ich ein doch sehr positives Resümee ziehen und freue mich schon auf die „angedrohten“ Luftkämpfe mit meinen Vereinskollegen

Grüße aus Gablenz
Torsten
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Letzte Änderung: 23.05.2010 18:54 von Torsten.
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#78
Aw: B25 Mitchell vor 1 Jahr  
Hallo möchte wissen wie mann die motor richtung einstehlt von einer b25 mtchel,ist ess beide leicht nach rechtst oder gerade aus,wäre auf eine antworth sehr dankbar.
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steinmann marc (Besucher)

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#79
Aw: B25 Mitchell vor 12 Monaten  
Hallo Marc,

wie schon weiter oben beschrieben habe ich bei beiden Motoren den Motorseitenzug auf 2° und den Sturz auf 0° ausgerichtet.
Die Richtung des Seitenzuges ist in Flugrichtung rechts bei linksdrehenden Motoren
und nach links bei rechtsdrehenden (sehr selten vorkommenden) Motoren
Wie bei einmotorigen Maschinen auch...

Gruß aus Gablenz
Torsten
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Moderation: Jan, Torsten, Antje


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